Kooperationssignal

Das Kooperationssignal habe ich bei Frida auftrainiert, damit sie mir zeigen kann, wenn ihr etwas zu viel wird. Ich hole mir damit bei Frida die Genehmigung ein, um an ihrem Körper „Manipulationen“ durchzuführen. Ein gutes Beispiel dafür ist das Einsprühen mit Fliegenspray. Jeder der Frida kennt weiß, dass sie mit Sprühflaschen und -geräusche auf Kriegsfuß steht. In dem Fall soll sie das Besprühen mit dem nassen Spray aushalten. Bevor ich mit der Manipulation beginne, zeige ich ihr den Gegenstand (in dem Fall das Fliegenspray), den ich an ihr benutzen möchte, damit sie weiß was sie erwartet. Danach lege ich meine Hand auf ihren Lendenbereich ab. Hält sie ihren Kopf auf Bughöhe, ist das für mich das Signal, dass ich mit dem Einsprühen starten kann. Hier reicht mir auch eine kleine Bewegung, denn vereinbart ist, wenn sie ihren Kopf bewusst hochnimmt (Widerristhöhe), höre ich sofort auf. Frida steht dabei immer frei, so dass sie auch mit Weggehen zeigen kann, dass ihr etwas zu viel ist.

Kooperationssignal = Absenken des Kopfes auf Bughöhe

Eingeführt habe ich es beim Putzen, da Frida durch Ihre Stoffwechselekrankung immer wieder starke Schmerzen im hinteren Bauchbereich hat. So kann sie mir durch das Anheben Ihres Kopfes (Maul auf Höhe Widerrist) zu verstehen geben, dass sie eine Pause braucht. Danach frage ich bei ihr an, ob ich weiterputzen kann. In seltenen Fällen nimmt sie ihren Kopf nach 5 Sekunden nicht runter, dann verlängere ich die Pause und frage nochmal an. Lässt sie den Kopf weiterhin oben, breche ich das Putzen ab. Für mich immer ein Zeichen, dass sie sich dabei nicht wohl fühlt und kein Grund ihre Kooperationsbereitschaft anzuzweifeln oder von schlechtem Training zu sprechen.

Wer weitergehnde Infos zum Kooperationssignal haben möchte, kann diese bei meiner Trainerkollegin und Spezialistin für Medical Training Nicole Stein nachlesen: https://medicaltraining24.de/kurse/kooperationstraining/